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QUALITÄTSZIELE FÜR DAS KITA-JAHR 2005/6

In der Diskussion um die Qualität der frühkindlichen Bildung muss auch die Umwelt

berücksichtigt werden, in der frühkindliches Lernen stattfindet. Ein oft zu Unrecht

vernachlässigter Aspekt ist die akustische Umwelt.

 

1.

Wir führen Lärmprävention durch, denn Kinder benötigen optimale Hörbedingungen,um

Sprache zu verstehen und geistig zu verarbeiten. Sie brauchen ruhige Bereiche, denn

erfolgreiche Sprachförderung setzt adäquate Hörbedingungen voraus. Untersuchungen

haben ergeben, dass unregelmäßige laute Schalle die Kurzzeitgedächtnisleistung erheblich

verschlechtern. Das Kurzzeitgedächtnis ist aber sehr wichtig für die Entwicklung des

Wortschatzes, der Lesefähigkeit und Aufmerksamkeit.

 

Teilziele

 

Die Kinder erfahren:

 

  • Was Lärm ist.

  • Wie Lärm gemessen wird.

  • Wie Lärm wirkt auf Gehör, Körper und Psyche .

  • Lärm kann Schmerzen verursachen .

  • Was laut ist.

  • Was leise ist.

  • Wie schön die Stille ist

  • Wie schön es ist, zuhören zu können

  • Was wir gegen zuviel Lärm tun können ...

Die Kinder machen:

 

  • Sich auf den Weg, Geräusche zu entdecken.

  • Klangerfahrungen im Naturraum.

  • Musik mit dem eigenen Körper.

  • Musik mit unterschiedlichen Instrumenten.

  • Hörerfahrungen in Wahrnehmungsspielen.

  • Hör-Spiele

  • Sprechspiele

  • Erfahrungen mit klassischer Musik ...

Diese Erfahrungen machen die Kinder in dem Projekt

 

„Ich höre was, was Du nicht siehst;

Ich rieche was, was Du nicht schmeckst

Und fühle was, was du nicht spürst – Wir öffnen die Sinne!“

 

Es ist uns wichtig, dass den Kindern deutlich wird, wie wunderbar unsere Ohren

funktionieren, wie empfindlich sie sind und wie wichtig es daher ist sie zu schützen.

 

2.

Wir führen den lang andauernden Prozess der Ernährungserziehung fort

Im Vordergrund steht die Persönlichkeitsbildung und somit die Erziehung zur

Selbständigkeit und Eigenverantwortung.

 

Teilziele  

 

Die Kinder erfahren:

 

  • Gesundheitsorientiertes Essen und Trinken bereitet Freude :

1.) 

Ein vielfältiges Nahrungsangebot und unterschiedliche Zubereitungsformen wirken

appetitanregend.

2.)

Bei gemeinsamen Mahlzeiten schmeckt jedes Essen besser .

3.)

Es macht Spaß, beim Einkaufen zu helfen .

4.)

Selbst kochen bereitet Freude.

5.)

Es ist schön, Mahlzeiten selbst zu gestalten .

6.)

Zu bestimmten Anlässen gibt es etwas Besonderes zu essen und zu trinken 

(Geburtstage, St. Martin, Nikolaus, Zuckerfest, Weihnachten, Karneval und Ostern).

7.)

Der Erfolg einer Feier hängt nicht vom Festessen ab .

8.)

Zeit und Zuwendung können nicht durch Leckereien ersetzt werden .

9.)

Von Kummer und Schmerz kann mit essbaren „Trösterchen“ nur sehr kurzfristig abgelenkt

werden (sollte überhaupt nicht versucht werden) .

 

 

  • Es gibt eine Vielfalt an Lebensmitteln:

1.)

Geruch, Geschmack, Farbe, Form und Konsistenz kennzeichnen die einzelnen Lebensmittel

(die Sinneswahrnehmung wird gefördert) .

2.)

Herkunft und Verarbeitung einzelner Lebensmittel sind unterschiedlich 

(z.B. Milch, Kuh melken, Milch wird z.B. bei „Campina“ erhitzt, verarbeitet zu 

Joghurt, Quark, Käse, Lieferung an den Supermarkt, wir kaufen ein und essen //

Erdbeeren, beobachten die Blüte, das Reifen der Früchte, ernten und essen! 

Oder kochen Marmelade und essen!) .

3.)

Es gibt länger haltbare und verderbliche Lebensmittel .

4.)

Günstig auf das Wachstum, die Leistungsfähigkeit sowie das seelische und körperliche

Wohlbefinden wirken sich viele Lebensmittel aus, z.B. Milch, Milchprodukte,

Vollkornprodukte, Gemüse, Obst, Fleisch, Fisch, Geflügel, Eier .

5.)

Schaden können Süßigkeiten und süße Getränke (Zahngesundheit mit Frau Sturm) .

6.)

Die Erinnerung an die Merkmale gewohnter Speisen ist tief in unser Bewusstsein

eingebettet .

7.)

Die Ablehnung bestimmter Speisen kann überwunden werden . Ein einseitiges

Nahrungsangebot führt dazu, dass selbst das   Lieblingsgericht nicht mehr schmeckt.

 

Verbunden mit der Ernährungserziehung ermöglicht unser Außengelände (Natur) den

Kindern vielfältige Erfahrungen bei folgenden Aktionen:

 

  • Wir setzen oder säen Pflanzen, wie z.B. Erdbeeren, Tomaten, Möhren, Radieschen, Kürbis, Kräuter...

  • Wir beobachten das Wachstum, die Blüte, das Reifen der Pflanzen.

  • Wir pflegen die Pflanzen .

  • Wir stellen fest, wann die Früchte und das Gemüse reif sind .

  • Wenn sie reif sind, ernten wir .

  • Wir verarbeiten die Früchte und das Gemüse oder essen es gleich nach dem Waschen.

 

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Zuletzt aktualisiert am 27. Juni 2011 22:02

Verantwortlich für den Inhalt: URSULA JÜRGENS.

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